Naturschutz und biologische Vielfalt als Beitrag zur Lokalen Agenda 21

Themenfelder 
Bereich 
Umwelt
Bearbeiter 
Laufzeit 
1999 bis 2002
Jahresbericht 
2001
Statut 
abgeschlossen

Die Erfüllung von Aufgaben des Naturschutzes und der Landschaftspflege ist seit Jahrzehnten
fester Bestandteil kommunalen Handelns. Mit dem Aktionsprogramm Agenda 21 und der Umsetzung
des Übereinkommens über die biologische Vielfalt von 1992 finden neue Denk- und
Handlungsansätze Eingang in die Arbeit der für Naturschutz zuständigen Verwaltungen. Maßnahmen
des Naturschutzes werden zunehmend mit umwelt-, sozial- und entwicklungspolitischen
Ansätzen verknüpft. Dabei eröffnen sowohl die Themenintegration als auch die Kooperation
mit neuen Akteuren und Interessengruppen neue Chancen und Möglichkeiten. Zugleich
schafft die Kommunikationskultur im Rahmen der Lokalen Agenda 21 mehr Transparenz und
sorgt für eine stärkere Identifikation der Beteiligten mit den Zielen des Naturschutzes.
Gleichzeitig werden wichtige Multiplikatoren gewonnen. Das Miteinander von Naturschützern
und Naturnutzern sowie neue Formen der Kommunikation zur Erreichung von Zielen des
Naturschutzes stellen dabei alle Beteiligten vor besondere Herausforderungen.

Daher beauftragte das Bundesamt für Naturschutz (BfN) das Difu mit dem FuE-Vorhaben „Die
Umsetzung von Zielen und Maßnahmen des Naturschutzes in Deutschland im Rahmen der
Agenda 21 mit Schwergewicht auf kommunalem Naturschutz und Erhaltung der biologischen
Vielfalt”. Im Rahmen des Vorhabens wurde zunächst mittels einer Umfrage bei den Städten, Gemeinden
und Landkreisen eine bundesweite Bestandserhebung und -analyse darüber durchgeführt,
in welchem Umfang und in welcher Art und Weise Ziele und Maßnahmen des Naturschutzes
zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in Städten und Gemeinden im Rahmen von
Lokalen Agenda 21-Prozessen berücksichtigt, entwickelt und umgesetzt werden. Auf der
Grundlage der Bestandserhebung und -analyse wurde dann im weiteren Projektverlauf der Leitfaden
„Lokale Agenda 21 und Naturschutz” für Kommunen erstellt, in dem auch eine Vielzahl
beispielhafter Projekte dokumentiert sind.

Die im Leitfaden präsentierten Handlungsempfehlungen und Umsetzungsbeispiele sollen zur
Nachahmung anregen und – bezogen auf die spezifischen örtlichen Gegebenheiten – zu eigenen
Aktivitäten motivieren. Adressaten sind gleichermaßen Akteure innerhalb und außerhalb
der Kommunalverwaltungen. Ein wichtiges Anliegen ist es dabei auch, Interesse zu wecken und
einen Beitrag zur Stiftung neuer Kooperationen für Projekte im Sinne einer nachhaltigen
Entwicklung zu leisten. Der Leitfaden wurde im Frühjahr 2002 unter dem Titel „Lokale Agenda
21 und Naturschutz. Praxisleitfaden” im Landwirtschaftsverlag veröffentlicht.

Weiterführende Informationen: 
  • Lokale Agenda 21 und Naturschutz Praxisleitfaden; hrsg. von Bundesamt für Naturschutz/Deutsches Institut für Urbanistik; 2002. 288 S., 85 farbige Abb., 13 Übers., Euro 22,50; ISBN 3-88118-316-7