Bundeswettbewerb "Kinder- und familienfreundliche Gemeinde"

Bereich 
Stadtentwicklung, Recht und Soziales
Bearbeiter 
Dipl-Ing. Christa Böhme (Projektltg.), Dr. Albrecht Göschel (Projektltg.), Ulla-Kristina Schuleri-Hartje, Dipl.-Psych. Klaus Mittag, Ulrike Meyer, Hans-Georg Just, Hasso Brühl, Christa Rothäusler
Kooperationspartner 
Agrarsozialen Gesellschaft e.V., Göttingen
Statut 
abgeschlossen
Auftraggeber 
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)
Themenfelder 
Laufzeit 
im Jahr 1997

Mit der Preisverleihung am 4. September 1997 in Bonn und der Übergabe der Wettbewerbs-Dokumentation an das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) wurde der Wettbewerb für das Difu mit Ausnahme verbleibender Versendungen der Dokumentationen und damit verbundener Öffentlichkeitsarbeit abgeschlossen.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat den Bundeswettbewerb gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden - dem Deutschen Städtetag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund - ausgelobt und die Kommunen aufgefordert, ihre kinder- und familienfreundlichen Konzepte, Projekte und Maßnahmen darzustellen. Ziel des Wettbewerbs war und ist es, besonders kinder- und familienfreundliche örtliche Maßnahmen kommunaler Politik auszuzeichnen und zur Stärkung und Fortentwicklung einer kinder- und familienfreundlichen Gestaltung des Lebensumfelds auf kommunaler Ebene anzuregen.

An dem Wettbewerb, der vom Deuschen Institut für Urbanistik, Berlin, und der Agrarsozialen Gesellschaft e.V., Göttingen, betreut wurde, beteiligten sich 364 Kommunen aus 14 Bundesländern. Der Hauptanteil der Bewerbungen (jeweils über 50 Prozent) kam bei den alten Bundesländern aus der Gemeindegrößenklasse 10 000 bis 100 000 Einwohner und bei den neuen Bundesländern aus der Gemeindegrößenklasse unter 10 000 Einwohner.

Die große Beteiligung und die inhaltliche Komplexität der Wettbewerbsbeiträge stellten hohe Anforderungen an die interdisziplinär zusammengesetzte Jury unter Vorsitz des Regierungspräsidenten a.D. Erwin Schleberger. Aus sehr vielen Wettbewerbsbeiträgen wurde deutlich, daß Maßnahmen und Projekte, mit denen die Lebenssituation von Kindern und Familien verbessert werden sollen, in fast allen Politikfeldern bzw. Ressorts der kommunalen Verwaltung durchgeführt werden. Darüber hinaus setzen viele Städte besondere Akzente

  • im Ausbau der sozialen und kulturellen Infrastruktur,
  • im Bereich einer kinder- und familienfreundlichen Siedlungsstruktur (durch Maßnahmen im Wohnungsbau, der Wohnumfeldgestaltung und des Verkehrswesens),
  • in der Förderung der Partizipation und der Selbsthilfe, der Eigenleistung und Ehrenamtlichkeit sowie
  • in der Verankerung der Familienpolitik als Querschnittsaufgabe in örtlichen Verwaltungen und Politikfeldern und ihrer Vernetzung im kommunalen Handeln.

Bei der Auswahl der Preisträger wurde die Jury durch das Deutsche Institut für Urbanistik, Berlin, und die Agrarsoziale Gesellschaft e.V., Göttingen, unterstützt. Die Auswahl erfolgte in einem mehrstufigen Verfahren, in dem sowohl quantitative wie qualitative Bewertungsmaßstäbe zugrunde gelegt wurden. Am Ende dieses Auswahlverfahrens wurden die in die engere Wahl gekommenen Städte und Gemeinden vor Ort begutachtet. In der abschließenden Jurysitzung wurden die nachstehenden 15 Preisträger ausgewählt.

Die Preisträger in der Größenklasse über 100.000 Einwohner sind Aachen, Erfurt, Freiburg und Würzburg.

Die Preisträger in den Größenklassen zwischen 10.000 bis 100.000 Einwohner sind Dreieich, Gladbeck, Lingen, St. Wendel, Tettnang und Zeulenroda.

Die Preisträger in der Größenklasse bis zu 10.000 Einwohner sind Beeskow, Gleichen, Heidenburg, Schalkham und Thum.