Lokale Agenda 21. Entwicklungs- und Umsetzungsprozesse in deutschen Städten

Bereich 
Umwelt
Bearbeiter 
Kooperationspartner 
Deutschen Städtetag (DST)
Statut 
abgeschlossen
Themenfelder 
Laufzeit 
1995 bis 2001

Auf der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro 1992 wurde die wechselseitige Abhängigkeit von ökonomischer, sozialer und ökologischer Entwicklung weltweit anerkannt. Die dort formulierte Agenda 21, in der Teilnahme und Mitarbeit der Kommunalverwaltungen hervorgehoben werden, enthält wichtige Grundsätze einer umweltgerechten, zukunftsfähigen Entwicklung.

Das Deutsche Institut für Urbanistik hat in Kooperation mit dem Deutschen Städtetag (DST) erstmalig im Jahr 1996 eine Umfrage bei den Mitgliedstädten des DST zum Stand der Entwicklung einer Lokalen Agenda 21 durchgeführt. Die Ergebnisse machten zum damaligen Zeitpunkt deutlich, dass erst die Hälfte der antwortenden Städte die Entwicklung einer Lokalen Agenda 21 als ihre Aufgabe erachtete. Schwierigkeiten bei der Einführung und Erarbeitung sahen sie weniger in den Handlungsfeldern, deren Inhalten und Zielen, sondern vielmehr in der Realisierung des Konsultationsprozesses mit der Bevölkerung, den lokalen Organisationen und der örtlichen Wirtschaft. Bis zur zweiten Umfrage im Jahr 1997 stieg die Zahl derjenigen Städte, die in den Prozess der Lokalen Agenda 21 eingetreten waren, weiter an. Zunehmend wurden politische Beschlüsse gefasst und Kommunikationsprozesse angestoßen. Immer mehr Städte befanden sich auf dem Weg zur Lokalen Agenda 21.

Die im Jahr 1999 zum dritten Mal durchgeführte Umfrage zur Einschätzung der Entwicklungsprozesse zeigt, dass sich nunmehr die Mehrzahl der DST-Mitgliedstädte der Lokalen Agenda 21 widmet und in vielen Städten bereits Erfolge durch die Lokale Agenda 21 zuverzeichnen sind: Neue Kooperationspartner wurden gewonnen, gemeinsame Projekte entwickelt und konkrete Maßnahmen ergriffen. Trotz dieser Erfolgsmeldungen besteht weiterhin intensiver Diskussionsbedarf darüber, wie Hemmnisse und Stolpersteine zu überwinden sind und wie der Prozess der Lokalen Agenda 21 verstetigt werden kann.

Ziel des Projekts ist es, die Kommunen bei der Weiterentwicklung vorhandener Ansätze durch die Auswertung der aktuellen Erfahrungen in den Städten zu unterstützen und die Ergebnisse für den kommunalen Erfahrungsaustausch aufzubereiten. Seit 1996 wurden in Kooperation mit dem DST jährlich Veranstaltungen zum Erfahrungsaustausch exklusiv für die DST-Mitgliedstädte durchgeführt. Am 14.November 2000 fand beim DST in Köln derfünfte Erfahrungsaustausch zur Lokalen Agenda 21 mit Vertreterinnen und Vertretern aus den Städten statt. Schwerpunkte der Veranstaltung waren die Themen "Indikatoren für eine Nachhaltige Entwicklung" und "Stabilisierung Lokaler Agenda 21-Prozesse".