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11. Deutscher Fachkongress der kommunalen Energiebeauftragten (Workshops)

Energieeffizienz

Energieeffiziente Warmwasserbereitung und Legionellenverordnung - unvereinbare Gegensätze?
Ralf Bermich, Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie, Heidelberg

Zentrale Warmwasserversorgungssysteme in öffentlichen Gebäuden weisen in der Praxis sehr schlechte Nutzungsgrade auf, denen entsprechend hohe Energiesparpotentiale gegenüberstehen. Eine bedarfsgerechte, energieoptimierte Betriebsweise bestehender Anlagen muss sorgfältig mit den Anforderungen der Regeln der Technik an die Legionellenvermeidung abgewogen werden. Bei der Sanierung und Neuplanung von Anlagen gibt es jedoch sehr gute Konzepte, die hohe hygienische Qualität bei minimalem Primärenergieeinsatz, d.h. vor allem geringen Bereitschaftsverlusten, gewährleisten.

Erfahrungen der Landeshauptstadt München bei der Unterschreitung der EnEV
Robert Burkhard, Baureferat, München

Neubau:

  • Einflussgrößen zur Unterschreitung der EnEV und deren Bewertung
  • Zielwerte der Landeshauptstadt München in Bezug auf den Primärenergiebedarf
  • Besonderheit bei fernwärmebeheizten Gebäuden

Bestand:

  • Nachrüstung von Wärmedämmungen bei obersten Geschossdecken und ihre Finanzierung
  • Energiewirtschaftliche Planungsbegleitung bei Baumaßnahmen
  • Fortschreibung des Umweltbonusses für den Einsatz innovativer und umweltfreundlicher Gebäude- und Bautechnik

10 Jahre Leittechnik von Heizungsanlagen: Ergebnisse der Einsparungen (zentral, dezentral, ohne Eingriff)
Thomas Schöpfel und Herbert Bruns, Energiewirtschaft für öffentliche Gebäude, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Freie und Hansestadt Hamburg

Erfahrungsbericht über den Betrieb einer zentralen Fernüberwachung in 21 Liegenschaften der Freien und Hansestadt Hamburg.

Energieeinsparergebnisse bei zentraler, dezentraler Betriebsoptimierung und Erkenntnisse ohne Eingriff in die Betriebsoptimierung von Heizungsanlagen mit Hilfe moderner Leittechnik.

Systematische Implementierung von BHKW in Frankfurt (Cogen Challenge)
Paul Fay, Energiereferat, Frankfurt Main

In dem Workshop wird die Vorgehensweise der Stadt Frankfurt zur Förderung und Etablierung von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK) im Stadtgebiet dargestellt. Im Anschluss wird das von der europäischen Union geförderte Projekt zur EU-weiten Verbreitung von KWK: “Cogen Challenge” vorgestellt. Im praktischen Teil des Workshops besteht die Möglichkeit mit Hilfe eines einfachen Berechnungsprogramms die Wirtschaftlichkeit und die ökologischen Auswirkungen von KWK-Anlagen zu ermitteln.

Erneuerbare Energien

Einsatz von Holzpellets in kommunalen Gebäuden
Kerstin Leclaire und Armin Kempkes, Immobilienmanagement, Düsseldorf

Im Workshop werden Erfahrungen und Ergebnisse mit dem Einsatz von Holzpellets in der Landeshauptstadt Düsseldorf vorgestellt.

Erfahrungen mit der Solardachbörse
Hartmut Eichhorn, Umweltbehörde Bremen, Energieleitstelle

  • Vorstellung der Solardachbörse Bremen: Organisation, Ziel und Inhalte
  • Erfahrungen seit dem Start (Herbst 2004)
  • Vorstellung zwischenzeitlich realisierter PV-Projekte
  • Betrachtung nicht realisierter Projekte, Hemmnisse
  • Ausblick 2006

Erdsonden-Wärmepumpen mit Solarkollektoren für ein Altenheim
Dr. Jürgen Görres, Amt für Umweltschutz, Stuttgart

In einer Altenwohnanlage der Stadt wurde die Wärmeversorgung mit dem Bau einer Erdsonden-Wärmepumpenanlage und einer Solaranlage grundlegend erneuert. Weiterhin wurde der bauliche Wärmeschutz verbessert. Im Workshop werden der Ablauf des Projekts, das Konzept, die realisierten Maßnahmen und Betriebserfahrungen vorgestellt.

Energiemanagement in kleinen und mittleren Kommunen

Betriebliche und organisatorische Maßnahmen zur Energie- und Wassereinsparung
Ralf Niesner, Stadtverwaltung Gaildorf

Zentraler Ansatzpunkt eines jeden Energiemanagements sind die Einsparmaßnahmen, die nicht mit größeren Investitionen verbunden sind. Vorgestellt wird die Vorgehensweise in Gaildorf und die dort erzielten Ergebnisse.

Finanzierung des Energiemanagements
Herbert Hofmuth, Baureferat, München

Die Finanzierung des Energiemanagements für städtische Gebäude in München erfolgt aus Energiekosteneinsparungen.

Das Finanzierungsmodell ist einfach und transparent konzipiert und auch auf kleine Städte und Gemeinden übertragbar.

Klein-BHKWs in Heilbronn
Heiner Schwarz-Leuser, Energiemanagement, Heilbronn

Die Stadt Heilbronn hat in den vergangenen Jahren mehrere Klein-BHKWs (bis 50 kWel) installiert. Es wird dargestellt, in welchen Gebäuden und unter welchen Bedingungen diese wirtschaftlich betrieben werden können.

Contracting und Enegieeinkauf

Netzbasierte und öffentliche Ausschreibung von Erdgaslieferungen
Peter Lippe, Gebäude- und Liegenschaftsmanagement, Landschaftsverband Rheinland

Unter dem Motto “Mit Energie europaweite VOL-Ausschreibungen optimieren!” wird nach der Liberalisierung der Netze und dem Beginn der Arbeit der Bundesnetzagentur im Juli 2005 an einem praxisbezogenen Beispiel ein digitalisiertes Ausschreibeverfahren mit Signatur durch einen öffentlichen Auftraggeber dargestellt.

Intracting und Einsparcontracting
Petra Walderbach, Hochbauamt/Energiemanagement, Freiburg im Breisgau

Anhand von Praxisbeispielen der Stadt Freiburg im Breisgau werden die Ausschreibung und Vergabe von Einsparcontracting sowie der Anwendungsbereich und die Umsetzung von Intracting vorgestellt.

10 Jahre Energieeinsparcontracting in Berlin — eine Bilanz
Klaus Kist, Referat für Klimaschutz, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Berlin

In Berlin werden seit rd. 10 Jahren Energieeinspar-Contracting-Projekte erfolgreich umgesetzt. Etwa 1300 Gebäude werden von Contractoren bewirtschaftet. Die durchschnittliche Einsparung liegt bei über 20%.

Über die bisher gewonnenen Erkenntnisse und erzielten Ergebnisse soll berichtet werden. Zudem wird u. a. den Fragen nachgegangen, was ist bereits bei den Vorbereitungen eines Contracting-Projektes zu beachten, um erfolgreich zu sein und auf welche Hilfsmittel kann zurückgegriffen werden?

Energie im Gebäudemanagement

Energetische Optimierung im Gebäudebestand
Prof. Dr.-Ing. Peter Ritzenhoff, Studiengang Gebäudetechnik, Hochschule Bremerhaven

Anhand von ausgeführten Beispielen werden Resultate verschiedener Sanierungsmaßnahmen unter Berücksichtigung von Potenzialuntersuchungen wie auch Monitoring-Ergebnissen vorgestellt. Ein weiterer Schwerpunkt wird auf den dabei eingesetzten Tools liegen. Das Ziel des Workshops besteht darin, gemeinsam mit den Teilnehmer/innen eine Übersicht über effektive Wege zu einer energetischen Sanierung von Gebäuden zu erarbeiten.

Firmenneutrale Gebäudeleittechnik
Rüdiger Heinenbruch, Technische Dienste, Gebäude und Technikmanagement Bremen

Aufbau der neutralen Leittechnik in Bremen Organisatorische und technische Grundvoraussetzungen zur Installation einer neutralen Gebäudeleittechnik Aufbau eines Anlagenkennzeichnungsschlüssels Einbindung unterschiedlicher Regelfabrikate über eine gemeinsame Schnittstelle

Energiekataster: Datenbankgestütztes energetisches Portfoliomanagement für einen großen Gebäudebestand
Volker Remmler, Gebäudemanagement, Wuppertal

Im Rahmen einer rationalisierten Bestandserhebung werden vor Ort Heizenergiebilanzen erstellt und anhand digitalisierter Grundrisspläne und Verbrauchswerte auf Plausibilität überprüft. Diese Energiebilanzen bilden die Grundlage einer Variantenrechnung, mit der eine wirtschaftlich optimale Sanierung in einer frühen Planungsphase kostengünstig ermittelt werden kann. Durch die Datenbankunterstützung kann auch ein großer Gebäudebestand einheitlich bewertet werden.

Das Verfahren wurde mit Unterstützung des Landes NRW im Auftrag des Gebäudemanagements Wuppertal 2005/2006 entwickelt und an 130 Objekten getestet. Hier wird erstmalig über die Erfahrungen aus Wuppertal berichtet und die Übertragbarkeit des Verfahrens auf andere Kommunen erläutert.

Energieerfassungs- und Auswertungssystem “EBU-win”(EBU = Energie-Betrieb-Umwelt)
Karsten Hübener, Technische Dienste, Gebäude- und Technikmanagement Bremen

Die Stadt Bremen betreibt das Energiecontrolling für die öffentlichen Gebäude seit ca. 20 Jahren. Hierfür wurde in Zusammenarbeit mit einem EDV-Berater eine Verbrauchsdatenbank entwickelt, in der die monatlichen Verbräuche von ca. 1000 Gebäuden erfasst und für verschiedene Zwecke ausgewertet werden. Das System mit den wesentlichen Funktionen, Stärken und Schwächen wird vorgestellt. Diskutiert wird, welche Aspekte bei Aufbau und Entwicklung von EDV-Systemen zum Energiecontrolling von besonderer Bedeutung sind.

Beratung und Öffentlichkeitsarbeit

INES: Informationssystem Energetische Standards
Erich Küng, Energiewirtschaft, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Freie und Hansestadt Hamburg

Es wird das internetbasierte Informationssystem über die “Energetischen Standards für die öffentlichen Gebäude Hamburgs” vorgestellt. Welches Konzept verbirgt sich dahinter? Wie werden die Standards erarbeitet?

Energiespar-Team-Projekt an Heidelberger Schulen — das pädagogische Prämienmodell
Sabine Lachenicht, Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie, Heidelberg

Das Energiesparteamprojekt zielt seit 1994 darauf ab, das Thema Klimaschutz stärker in den Schulen zu verankern und den Energieverbrauch der Schulen zu verringern. Thematisiert wird das neue Energiesparteamprämienmodell, das neben Energieeinsparungen auch pädagogische Aspekte und Aktionen in den Schulen bewertet. Darüber hinaus wird anhand von konkreten Beispielen gezeigt, wie die Schulen zum Energiesparen motiviert werden.

Projektinfos: Ein Instrument der Öffentlichkeitsarbeit für kommunales Energiemanagement
Eva Anlauft, Hochbauamt — Bereich Technik, Nürnberg

Erfolgreiches Energiemanagement muss in der Öffentlichkeit bemerkt werden. Eine Möglichkeit die Ergebnisse und Erfolge eines kommunalen Energiemanagements darzustellen, ist die Herausgabe einer losen Folge von Projekt-Informationen, wie es das Kommunale-Energie-Management (KEM) der Stadt Nürnberg seit 2001 tut. Es gibt damit einerseits die Möglichkeit, die Tätigkeit und hervorragende Ergebnisse darzustellen und sich damit gegenüber politischen Entscheidungsträgern zu legitimieren, andererseits können Projektbeteiligte, die mitunter sehr wichtige Kooperationspartner in den Verwaltungen sind, einbezogen und an Erfolgen beteiligt werden. Nicht zuletzt wird auch ein Erfahrungsaustausch mit interessanten Fachkreisen initiiert, der wiederum Impulse für neue Ideen und Projekte gibt.

Es wird dargestellt, wie die Projekt-Infos in Nürnberg konzipiert wurden und welche Zielgruppen es gibt. Bisher sind 27 verschiedene Projekt-Infos erschienen. Aufwand und Nutzen werden abgeschätzt.

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