DB-Veranstaltungsticket

Bürgerorientierung als Organisationsprinzip

14. - 15. November 2007 in Berlin

Die deutschen Kommunen richten die Organisation ihres Verwaltungshandelns seit Mitte der 1980er Jahre zunehmend an den Belangen der Bürger aus. Das Ziel einer besseren Bürgerorientierung verfolgend, optimieren sie ihre Arbeitsabläufe, verbessern den Zugang zu Verwaltungsleistungen und richten neue Informationskanäle ein. Dies hat zu einer Vielzahl unterschiedlicher Angebotsformen, Maßnahmen und Instrumente geführt. Doch wächst mit der Komplexität des Prozesses auch die Skepsis, ob die angestrebten Ziele tatsächlich erreicht werden können. So zeigt sich z. B. beim Einsatz elektronischer Medien, dass die Wünsche und Fähigkeiten der Rat suchenden Bürger nicht unbedingt dem Idealbild des „Verwaltungskunden“ entsprechen.

Der Übergang vom bürokratischen zum bürgerorientierten Organisationsprinzip der Verwaltungen bedarf daher nicht nur einer leistungsfähigen technischen Infrastruktur. Auch müssen die Mitarbeiter/innen auf die neuen Arbeitsinhalte und -methoden vorbereitet und ihnen neue berufliche Entwicklungsmöglichkeiten geboten werden. Das betrifft nicht nur die Durchführung geeigneter Qualifizierungsmaßnahmen, sondern auch die Veränderung der Arbeitsorganisation aufgrund weiter gefasster Aufgabenstellungen sowie eine daraus gegebenenfalls resultierende Neubewertung vorhandener Stellen. Dies wiederum steht in einem engen Zusammenhang mit der Schaffung neuer Organisationsstrukturen, in deren Verlauf u. a. Entscheidungen über die Zusammenlegung von Ämtern, die Änderung von Zuständigkeiten, die Auswahl geeigneter Dienstleistungen für die jeweiligen Angebotsformen sowie die Organisation interner und externer Kooperationsmöglichkeiten getroffen werden müssen. Daher sollen im Seminar vor allem folgende Fragen erörtert werden:

  • Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit zwischen Bürger und Verwaltung bei der Erledigung von standardisierten Verwaltungsaufgaben gegenwärtig und welche Erkenntnisse lassen sich daraus ableiten? Worin sehen die Kommunen eine erstrebenswerte Rolle innerhalb eines zukunftsfähigen Gemeinwesens?
  • Welche Auswirkungen hat die zunehmende Interaktion mit dem Bürger auf Arbeitsweise, Aufgabenvielfalt und Entwicklungsmöglichkeiten der Verwaltungsmitarbeiter? Wie kann das Personalmanagement die Beschäftigten bei der Bewältigung der neuen Anforderungen unterstützen?
  • Wie lässt sich die Ausrichtung des Verwaltungshandelns an den Lebenslagen der Bürger organisatorisch umsetzen? Welche Schwierigkeiten zeichnen sich ab und wie lassen sie sich lösen?
venue:
Ernst-Reuter-Haus
Straße des 17. Juni 112
10623 Berlin (Berlin)
chair:Dipl.-Volkswirt Rüdiger Knipp
Zielgruppen:

Mitglieder der Verwaltungsführung, Fach- und Führungskräfte aus Bürgerämtern und allen Ressorts, aus den Servicebereichen Organisation, Personal, und Finanzen sowie Fortbildungsbeauftragte, Personalvertretungen und Ratsmitglieder

Veranstalter:
contact person:
Cathrin Kameni, Deutsches Institut für Urbanistik, Straße des 17. Juni 112, D-10623 Berlin, Telefon: 030/39001-148, Telefax: 030/39001-268, kameni@difu.de
Weitere Informationen:
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