DB-Veranstaltungsticket

Chancen und Restriktionen baulicher und kultureller Zwischennutzung brachliegender Flächen und Gebäude

22. - 23. October 2007 in Berlin

Leer stehende Gebäude, eine steigende Anzahl von Brachflächen und eine häufig ungewisse Flächennachfrage stellen Städte und Gemeinden vor neue planerische Herausforderungen. Vergangene und zukünftige Veränderungen in der Flächennutzung sind dabei geprägt durch Standortverlagerungen oder Abwanderungen von Gewerbe, Industrie und Bevölkerung an die Peripherie oder das Umland der Städte. Gleichzeitig gelangen innerstädtische Standorte, auch vor dem Hintergrund des demographischen Wandels, in den Fokus bestimmter Nachfragergruppen. Für viele leer stehende Bauten oder brachliegende Flächen kann nicht sofort eine bauliche Folgenutzung von Dauer gefunden werden. Deshalb bieten sich vielerorts temporäre Nutzungen bzw. Zwischennutzungen an, seit Jahren werden solche Lösungen in vielen Städten praktiziert. Zwischennutzungen eröffnen unter anderem die Möglichkeit zu unkonventionellen kulturellen und unternehmerischen „Experimenten“, übernehmen damit Pionierfunktionen für dauerhafte Nutzungsmöglichkeiten und tragen auf diese Weise zur Vitalität des Umfeldes bei. Damit diese Potenziale genutzt werden können, müssen rechtliche Fragen beantwortet, mögliche Nutzungs- und Interessenkonflikte geklärt oder auch die Frage der generellen Nutzungsdauer geklärt werden. Im Rahmen des Seminars sollen bestehende Erfahrungen mit verschiedenen Zwischennutzungen sowohl im Hinblick auf ihre Wirkungen im Stadtraum als auch unter dem Aspekt ihrer rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erörtert werden.

Im Mittelpunkt des Seminars sollen daher u. a. folgende Fragen stehen:

  • Welche Rolle und Handlungsmöglichkeiten haben die Kommunen, Immobilieneigentümer und Privatwirtschaft sowie zivilgesellschaftliche Akteure?
  • Wie werden Zwischennutzungen mit stadtplanerischen und informatorischen Instrumenten bzw. mit sozialräumlichen Ansätzen der Stadtentwicklung verzahnt?
  • Mit welchen organisatorischen und sonstigen Vorkehrungen innerhalb und außerhalb der kommunalen Verwaltung können Zwischennutzungen initiiert, begleitet und unterstützt werden?
  • Welche rechtlichen und vertraglichen Regelungen schaffen sichere Rahmenbedingungen für Zwischennutzungen?
  • Welche Grenzen setzen baurechtliche und haushaltsrechtliche Regelungen für das Handeln der Kommunen?
  • Welche Bedeutung werden Zwischennutzungen zukünftig in der Stadtentwicklung haben?
venue:
Ernst-Reuter-Haus
Straße des 17. Juni 112
10623 Berlin (Berlin)
chair:Dipl.-Ing. agr. Thomas Preuß
Dipl.-Ing. Wolf-Christian Strauss
Zielgruppen:

Führungs- und Fachpersonal aus den Bereichen Stadtplanung und Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung; Quartier- und Stadtteilmanager; Kommunale Spitzenverbände; Bundes- und Ländervertreter; Ratsmitglieder

Veranstalter:
contact person:
Bettina Leute
Tel.: +493039001148
Fax.: +493039001268
E-Mail: leute@difu.de

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