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Migranten im Alter

Möglichkeiten kommunaler Altenhilfe

Publikation
Veröffentlichungsangaben
Difu-Beiträge zur Stadtforschung, 12, 143 S., deutsch, 23 Tab., 6 Abb., 1994
Hinweis: Printausgabe vergriffen
Ulla-Kristina Schuleri-Hartje, Hans-Georg Just (Mitarb.)

Immer mehr Ausländer bleiben - entgegen ihrer eigenen und der allgemeinen Erwartung - auch im Rentenalter dauerhaft in der Bundesrepublik Deutschland. Dies stellt die kommunale Altenhilfe vor neue Aufgaben, denn die Zahl älterer Ausländer wird in den nächsten Jahren außerdem deutlich steigen. Schon aufgrund ihrer kulturell ganz anders geprägten Vorstellungen vom Alter erwarten sie, wie die Befragungen der Studie zeigten, von Angeboten der kommunalen Altenhilfe zum Teil etwas anderes als die alte deutsche Bevölkerung.

Das auch nach vielen Jahren Besondere ihrer Situation als Migranten - Stichworte: relative Isolation von der deutschen Gesellschaft, starker Familienzusammenhalt, Mangel an deutschen Sprachkenntnissen - bekräftigt auch im Alter eher den Wunsch nach Vertrautem. Dementsprechend wünschen sich die befragten Ausländer, ebenso wie die für die Studie befragten Experten, Angebote, die auf nationale und ethnische sowie kulturelle und geschlechtsspezifische Besonderheiten eingehen. Integrative Ansätze bedürfen, gerade bei alten Menschen, behutsamer Vorbereitung.

Es empfiehlt sich daher, mit den Angeboten heute an vorhandener "ethnischer" Infrastruktur in Familie, Nachbarschaft, Verein, Begegnungsstätte und Selbsthilfegruppe anzusetzen und später auf den Wandel der Vorstellungen bei den folgenden Ausländergenerationen im Alter zu achten.