Integriertes Regionales Klimalabor Nord-Jakarta und Hafen

Bereich 
Infrastruktur, Wirtschaft und Finanzen
Bearbeiter 
Dipl.-Soz. Jan Hendrik Trapp (Projektltg.), Dr. Jens Libbe, Dipl.-Geogr. Björn Weber, Prof. Dr. Bernd Noche, Klaus Krumme, Nawwar Harfoush
Kooperationspartner 
Universität Duisburg-Essen (Verbundleitung), Universität Bremen, Wuppertal Institut, Umweltamt der Stadt Duisburg, Duisburger Hafen AG, University of Indonesia, Bandung Institute of Technology, Governor of Jakarta, u. w.
Status 
laufend
Auftraggeber 
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. - DLR Projektträger
Themenfelder 
Laufzeit 
2019 bis 2020

Die Region Nord-Jakarta in Indonesien gehört zu den am stärksten vom Klimawandel gefährdeten Gebieten in Südostasien. Durch Übernutzung der Grundwasserressourcen sinkt die Stadt ab, zugleich steigt der Meeresspiegel. Dies stellt die Zukunftsfähigkeit Jakartas und die Stadtentwicklung vor immense Herausforderungen. Die Region ist stark urbanisiert. Die städtebaulichen Muster und der hohe Grad der Bodenversiegelung in Jakarta, der Tanjung Priok Hafen sowie übernutzte und zerstörte Küstenökosysteme stehen für ihre Vulnerabilität bzw. Verwundbarkeit der urbanen Region. Der Hafen ist nicht nur der wichtigste Logistikknoten für Jakarta und sein Hinterland, sondern auch ein wichtiger Faktor für die Wirtschaft Indonesiens.

Hier setzt das Projekt „Integriertes regionales Klimalabor Nord-Jakarta und Hafen“ mit der Methode des Urban Transition Management an.  Auf der Grundlage einer nachhaltigen Stadtentwicklungsstrategie unterstützt es lokale Akteure aus Regierungsinstitutionen, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft dabei, Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel zu entwickeln und einzuleiten. In einem Multi-Stakeholder-Prozess werden vordringliche Projekte konzipiert und in einen umfassenden Handlungsrahmen für die Stadtentwicklung integriert. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Integrierte Ansätze für eine nachhaltige und resiliente Stadtentwicklung

Das Difu verantwortet das Teilprojekt „Resilienzdesign und Transformationsexperimente“. Ziel ist es, Leitlinien einer resilienten Stadtentwicklung zu erarbeiten, um Strategien zur Anpassung an den Klimawandel und zum Klimaschutz mit Prinzipien von Resilienz und Indikatoren zu unterfüttern. Die Ergebnisse werden anschließend in die Entwicklung von „Living Labs“ bzw. Transformationsexperimenten überführt, die die zentrale Grundlage für eine ggf. folgende Forschungs- und Entwicklungsphase darstellen.

Im Vergleich zu deutschen Städten stehen die nachhaltige Stadtentwicklung und Klimaanpassung in Jakarta sicherlich vor extremen Herausforderungen.  Für die Debatten in deutschen Kommunen sind daher Erkenntnisse zu erwarten, die konzeptionell an laufende Diskurse um urbane Transformation und Resilienz anknüpfen.