Koproduktive und generationengerechte Finanzierung von Aufgaben der öffentlichen Daseinsvorsorge im „Konzern Stadt“ Köln

Themenfelder 
Bereich 
Infrastruktur, Wirtschaft und Finanzen
Bearbeiter 
Dr. Henrik Scheller (Projektltg.), Jan Hendrik Trapp, Dr. Stefan Schneider, Dr. Michael Thöne (FiFo Köln), Dr. Bernhard Koldert (FiFo Köln)
Auftraggeber 
Stadt Köln
Kooperationspartner 
FiFo Köln
Laufzeit 
seit 2018
Status 
laufend

In dem von der Stadt Köln beauftragten Vorhaben geht es um den Wandel ausgewählter Bereiche der öffentlichen Daseinsvorsorge. Hierfür entwickelt das Projekt verschiedene Zukunftsszenarien. In deren Mittelpunkt: das arbeitsteilige Erbringen und Bereitstellen von Leistungen und Infrastrukturen der öffentlichen Daseinsvorsorge („Koproduktion“) sowie das Abschätzen der wichtigsten Trends und ihrer Wirkungen auf zukünftige Infrastrukturbedarfe und deren Finanzierung.

Betrachtet werden dabei neben dem Zusammenwirken zwischen Kernverwaltung und Beteiligungen auch Koproduktionsformen zwischen Beteiligungen und privaten Dritten oder zwischen Kernverwaltung und zivilgesellschaftlichen Akteuren (Kirchen, freie Träger, Bürgergenossenschaften, Vereine usw.).

Das Vorhaben baut auf den Ergebnissen des Projekts „Infrastruktur generationengerecht finanziert – das Beispiel der Stadt Köln“ (Realisierungsschritt 1) auf. Das Difu hatte gemeinsam mit dem Finanzwissenschaftlichen Forschungsinstitut an der Universität zu Köln im Auftrag des Dezernats Finanzen der Stadt Köln zwei Instrumente zur Erfassung der Infrastruktur- und Investitionsbedarfe des „Konzerns Stadt“ bis 2040 sowie der materiellen Tragfähigkeit entwickelt. Die Infrastrukturbedarfsschätzung wurde inzwischen einmalig durchgeführt. Damit liegt ein aussagekräftiges Bild für die Infrastrukturbedarfe des „Konzerns Stadt“ Köln insgesamt im Zeitraum bis 2040 vor. Unter Einbeziehung dieser Ergebnisse wurden ein Tragfähigkeitskonzept – ebenfalls aus Konzernperspektive – entwickelt und eine Tragfähigkeitsberechnung für ein Business-as-usual-Szenario umgesetzt. Zukünftig soll das nun verfügbare Instrumentarium den strategischen Planungsprozess unterstützen. Das aktuelle Vorhaben bietet dafür eine erste konkrete Gelegenheit.