30 Jahre Gender in der Stadt- und Regionalentwicklung - Erfahrungen und Perspektiven

Themenfelder 
Bereich 
Stadtentwicklung, Recht und Soziales
Bearbeiter 
Auftraggeber 
Landeshauptstadt München, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin, Regionalverband Ruhr, Wien
Laufzeit 
2016 bis 2017
Status 
abgeschlossen

Das Forschungsprojekt untersuchte im Auftrag der Städte München und Wien, des Landes Berlin sowie des Regionalverbandes Ruhr (RVR) die Umsetzungserfahrungen mit dem Konzept Gender Mainstreaming und leitete daraus Perspektiven für den weiteren Umgang mit Gender in der Stadt- und Regionalentwicklung ab.

Im Rahmen der Untersuchung wurden in vier Fallstudien (München, Wien, Berlin und RVR) sowie ergänzenden Interviews mit Expertinnen und Experten drei inhaltliche Schwerpunkte betrachtet:

  • Gender als Qualitätskriterium: Hat die Berücksichtigung von Gender die Qualität der Planungen verbessert?
  • Gender als Differenzierungskategorie: Welche Rolle spielt die Beschäftigung mit geschlechterspezifischen Kriterien im Kontext von Diversity und Inklusion noch?
  • Gender als Zukunftsaufgabe: In welchen aktuellen Handlungsfeldern der Stadt- und Regionalentwicklung ist es weiterhin notwendig, den Genderblick zu betonen?

Die Ergebnisse der Studie zeigen: Viele Inhalte einer gendergerechten Planung sind im „Mainstream“ der kommunalen Planungspraxis angekommen. Neue Herausforderungen wie Zuwanderung, soziale Spaltung, Digitalisierung oder Klimawandel werfen aber auch neue Fragen auf. Machtfragen überlagern sich mit Fachfragen, Wachstumsdruck und Effizienzsteigerung stellen soziale und räumliche Qualitäten in Frage. In der Hektik des Tagesgeschäfts droht die Erkenntnis verloren zu gehen, dass sozialer Friede und gelingende Integration ohne gerechte Berücksichtigung der unterschiedlichen Lebenslagen und Bedürfnisse von Frauen und Männern, Jungen und Mädchen nicht möglich sind.