Stadtentwicklungskonzept Gewerbe Potsdam

Themenfelder 
Bereich 
Infrastruktur, Wirtschaft und Finanzen
Bearbeiter 
Dipl.-Verw.Wiss. Daniel Zwicker-Schwarm (Projektltg.), Dr. Busso Grabow, Dr. Stefan Schneider
Auftraggeber 
Landeshauptstadt Potsdam
Laufzeit 
2009 bis 2010
Status 
abgeschlossen

Die ausreichende, zeit- und nachfragegerechte Versorgung mit Gewerbeflächen ist Voraussetzung einer erfolgreichen und nachhaltigen kommunalen Wirtschafts- und Stadtentwicklung. Konzepte, die den Bestand, Bedarfe und Maßnahmen für die Entwicklung von Gewerbeflächen auf gesamtstädtischer Ebene darstellen, können dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Solche gewerbeflächenbezogene Stadtentwicklungskonzepte sind sowohl Handlungsgrundlage für Politik und Verwaltung als auch Informationsquelle für Flächeneigentümer und Immobilienwirtschaft. In Kooperation mit dem Berliner Planungsbüro Spath+Nagel wurde vom Difu ein Stadtentwicklungskonzept Gewerbe (STEK Gewerbe) für die Landeshauptstadt Potsdam erarbeitet. Das im Frühjahr 2010 vorgelegte STEK Gewerbe bildet die strategische Grundlage für die Sicherung, Mobilisierung, Entwicklung und den Erwerb von Gewerbeflächen für die Landeshauptstadt Potsdam. Das STEK Gewerbe beinhaltet:

  • Untersuchung und Prognose der Flächennachfrage, indem es die Entwicklung der strukturbestimmenden Wirtschaftszweige und Branchenkompetenzfelder beschreibt und darauf aufbauend deren Flächenbedarf bis zum Jahr 2020 prognostiziert,
  • Informationen zum Flächenangebot, indem es die wesentlichen Gewerbepotenzialflächen im Stadtgebiet erfasst und hinsichtlich ihrer Eignung und Aktivierbarkeit bewertet,
  • Ziele und strategische Leitlinien einer nachfragegerechten Gewerbeflächenpolitik sowie
  • ein Handlungs- und Maßnahmenkonzept, das übergeordnete und flächenbezogene Maßnahmen für die Landeshauptstadt Potsdam beschreibt.

Gewerbeflächenbezogene Stadtentwicklungskonzepte müssen individuell die konkreten Handlungserfordernisse der jeweiligen Kommune aufgreifen. Dennoch sind Vorgehen, konzeptionelle Grundlagen, angewandte Methoden und Art der Ergebnisaufbereitung des Potsdamer STEK Gewerbe grundsätzlich auf andere Städte übertragbar. Dies betrifft beispielsweise die im Rahmen des Projekts entwickelten Nutzer- und Standorttypologien oder die Methode einer qualitativ differenzierten Prognose des Gewerbeflächenbedarfs. In einer Difu-Publikation zum Projekt werden daher die Bausteine für die Erarbeitung gewerbeflächenbezogener Stadtentwicklungskonzepte dargestellt und anhand des Beispiels der Landeshauptstadt Potsdam illustriert.