Integrierte Stadtentwicklung in Stadtregionen

Themenfelder 
Bereich 
Stadtentwicklung, Recht und Soziales
Bearbeiter 
Auftraggeber 
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)
Laufzeit 
2007 bis 2009
Jahresbericht 
2007
Status 
abgeschlossen

Ansätze Integrierter Stadtentwicklung gewinnen – nicht nur in Deutschland – zunehmend an Bedeutung. Dies wird unter anderem in der „Leipzig Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt“ betont, die im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2007 von den europäischen Ministern für Stadt- und Raumentwicklung angenommen worden ist. Ebenfalls hervorgehoben wird die Bedeutung regionaler Kontexte Integrierter Stadtentwicklung. An dieser Stelle setzt das Projektvorhaben an: Während Konzepte Integrierter Stadtentwicklung im Quartierszusammenhang vielfach erprobt und intensiv untersucht wurden und dies für gesamtstädtische Strategien Integrierter Stadtentwicklung (zur Standortentwicklung) noch in Maßen gilt, wird mit der Frage des Zusammenhangs von Integrierter Stadtentwicklung und regionalem Kontext weitgehend Neuland betreten.

Im Rahmen des Forschungsvorhabens „Integrierte Stadtentwicklung in Stadtregionen“ wird den übergeordneten Fragen nachgegangen, welche kommunalen Ansätze und Konzepte Integrierter Stadtentwicklung Schnittstellen zum regionalen Kontext aufweisen, und inwieweit sich Management- und Organisationsformen auf regionaler und kommunaler Ebene in Richtung intraregionaler Kooperation zu Belangen Integrierter Stadtentwicklung in der Stadtregion weiter qualifizieren lassen. Dies wird mittels dreier Leitfragen weiter konkretisiert:

  • Welche Städte in Stadtregionen praktizieren Integrierte Stadtentwicklung? (Überblick, Typen)
  • Welchen Nutzen entfaltet eine Integrierte Stadtentwicklung mit regionaler Perspektive? (Einschätzungen)
  • Welche guten Praxisbeispiele gibt es in Europa? (Kontrastierungen)

Methodisch basiert das Projekt unter anderem auf Sekundäranalysen, einer schriftlichen Umfrage, der Analyse und Systematisierung von Integrierten Stadtentwicklungskonzepten, ergänzenden Telefoninterviews und rückkoppelnden Gruppengesprächen.

Die Ergebnisse der Untersuchung fließen sowohl in konkrete  Handlungsempfehlungen zur Erweiterung von kommunalen Ansätzen Integrierter Stadtentwicklung um eine stadtregionale Perspektive (Qualifizierung konzeptioneller Schnittstellen sowie geeigneter Management- und Organisationsformen) als auch in übergeordnete Schlussfolgerungen ein, die einer Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen für Integrierte Stadtentwicklung dienen (rechtliche, finanzielle Rahmenbedingungen, Ausgestaltung von Förderprogrammen unter anderem im Sinne von Anreizsystemen usw.).

Fallstudienstädte: Umfrage: alle Städte und Gemeinden > 20.000 EW sowie alle Städte und Gemeinden < 20.000 EW., sofern sie an den Programmen Soziale Stadt und/oder Stadtumbau Ost bzw. West teilnehmen. Fallstudienstädte für die qualitative Analyse Integrierter Entwicklungskonzepte werden im Projektverlauf ausgewählt.