Städte und Denkmalschutz in Deutschland

Bereich 
Umwelt
Bearbeiter 
Dipl.-Ing. Vera Völker, Echter (Projektltg.), Grimm
Jahresbericht 
2007
Status 
abgeschlossen
Themenfelder 
Laufzeit 
2005 bis 2007

Die öffentlichen Einrichtungen des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege befinden sich hinsichtlich Verfahren und Behördenstruktur seit einigen Jahren im Wandel. Angesichts des Veränderungsdrucks durch Globalisierung und Strukturwandel sowie der schwierigen Finanzsituation der öffentlichen Haushalte stehen Denkmalschutz und Denkmalpflege vor neuen Herausforderungen. Eine breite öffentliche Akzeptanz ist die Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit dieses Politikfeldes. Kommunale Denkmalpflege muss neue zeitgemäße Leitbilder entwickeln, in denen Denkmalschutz als wichtige gesellschaftliche Aufgabe gilt, die effizient erledigt wird.

Das nordrhein-westfälische Modell der Verankerung sowie Verantwortung für Denkmalschutz und Denkmalpflege auf kommunaler Ebene hat sich in mehr als 25 Jahren bewährt. Gleichwohl sind Verbesserungen der denkmalpflegerischen Verfahrenspraxis notwendig. Über die Rahmenbedingungen, unter denen die Unteren Denkmalbehörden der Kommunen als tragende Säulen von Denkmalschutz und Denkmalpflege arbeiten, besteht Informationsbedarf. Zu diesem Zweck wurde vom Difu eine Bestandsaufnahme, Analyse und Bewertung der Tätigkeit der Unteren Denkmalbehörden in den Städten und Gemeinden Nordrhein-Westfalens vorgenommen.

Die Studie basiert auf einer Umfrage, die das Difu intertemporär vergleichend angelegt hat. Aus ihr ließen sich umfassende Erkenntnisse über die relevanten Themenbereiche gewinnen: organisatorische Einbindung, Personal, Denkmalbestand, Aufgabenwahrnehmung, Fortbildung, Mittel für die Denkmalförderung, Service und Dienstleistung, Öffentlichkeitsarbeit und Zusammenarbeit mit anderen Denkmalverwaltungen. Schließlich sind Handlungsempfehlungen für die Optimierung des kommunalen Denkmalschutzes und ein effektives Verwaltungshandeln in diesem Sektor abgeleitet.

Ausblick: Eine Erhebung bei den Unteren Denkmalbehörden in kreisfreien und kreisangehörigen Städten in anderen Bundesländern ist beabsichtigt. Hierzu ist allerdings eine finanzielle Förderung notwendig.

Involvierte Städte: Vollerhebung aller 396 Städte und Gemeinden in NRW.